6 tv entgo bund (tarifvertrag über die entgeltordnung des bundes)

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Wird beispielsweise ein Postdoc zum Leiter einer Nachwuchsgruppe ernannt, wird er in der Regel in ein höheres Lohnband versetzt. Dies würde eigentlich bedeuten, wieder auf Erfahrungsstufe 1 zu beginnen, und in vielen Fällen würde dies zu einem Verlust des Gehalts führen. Die Tarifverträge stellen jedoch sicher, dass dies nicht geschehen kann, und die Institutionen klassifizieren die Arbeitnehmer so, dass sie mindestens das gleiche Gehalt wie bisher erhalten. Die Tarifverträge für Beamte werden alle ein bis zwei Jahre neu verhandelt. Diese Verhandlungen beinhalten bessere Bedingungen für die Arbeitnehmer und insbesondere eine angemessene Gehaltserhöhung. Die in den Tabellen angegebenen Beträge gelten für eine Vollzeitstelle. Bei Teilzeitarbeitsplätzen mit 50 % geleisteter Arbeitsstunden wird das Gehalt halbiert. In den Bereichen der Biowissenschaften, in denen es keine Tarifverträge gibt, sind individuelle Gehälter häufig Verhandlungssache. Das individuelle Gehalt, auf das sich Bewerber und Arbeitgeber letztlich einigen, hängt oft von verschiedenen Faktoren wie der Berufserfahrung und fachlichen Qualifikation des Bewerbers, der geografischen Lage des Unternehmens, seinem Arbeitsbereich und seiner Größe ab. Die Art des Abschlusses, den ein Kandidat hält, wirkt sich auch auf die Höhe des Gehalts aus.

Eine Umfrage von IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), ergab, dass in 52 Prozent der Fälle Absolventen mit Bachelor-Abschluss weniger in Einstiegspositionen verdienten als Diplom-Wissenschaftler im selben Fach. In den übrigen Fällen waren die Gehälter gleich. Tarifverträge ermöglichen es den Bewerbern, genau zu sehen, welches Gehalt sie unter welchen Umständen erwarten können. Die Lohnskalen der IG BCE sind beispielsweise in die Lohnbesoldungsstufen E1 bis E13 unterteilt, wobei E13 das höchste Gehaltsniveau ist. Ein normaler Absolvent einer Fachhochschule beginnt in der Regel in der Lohnklasse E11, die je nach Bundesland ein Einstiegsgehalt vor Steuern von rund 35.000 Euro pro Jahr festlegt. Nach sechs Arbeitsjahren wird sich dieses Gehalt bereits auf rund 47.000 Euro erhöht haben. Beschäftigte Postdocs erhalten wie alle ihre Kollegen im öffentlichen Dienst eine besondere Jahresvergütung. Der Sonderzahlungsbetrag richtet sich nach dem geltenden Tarifvertrag und davon, ob der Arbeitnehmer in einem alten oder neuen Bundesland arbeitet.